Fachbetrieb für alle Arbeiten rund ums Dach: Dachdeckerei

Eine Dachdeckerei ist ein Handwerksbetrieb. Die Hauptaufgabe des Unternehmens besteht im Dachdecken. Daneben gehören zum Tätigkeitsbereich der Einbau von Dachfenstern sowie das Anmontieren von Solaranlagen. Neben dem Anbringen der Außenhaut auf das Dach besitzt das Dachdeckunternehmen verschiedenste Qualifikationen. Dazu gehört das Wissen über Abdichtungstechniken von Dachflächen über Wandflächen bis hin zu Bodenflächen. Das fachgerechte Befestigen von Blitzableitern sowie das Errichten von Balkonen und das Montieren von Dachrinnen gehören zum Repertoire eines Dachdeckers. Grundvoraussetzungen für den Handwerksberuf ist neben technischen Verständnis und handwerklichen Geschick die Schwindelfreiheit. In nächster Zukunft rücken Aufgaben wie Klimaschutz und Energieeffizienz immer mehr in den Fokus rücken. Innovative Materialien der Wärmedämmung, immer schärfere Vorschriften der Energieeinsparverordnung sowie die Einführung des Wärmepasses sorgen für stetigen Wandel in der Branche des Dachdeckerhandwerks. Während der Sanierung eines Gebäudes erneuert und optimiert ein Dachdecker die bereits vorhandenen Isolierungsmaßnahmen.

Um eine Dachdeckerei zu gründen, ist ein Meisterbrief erforderlich. Es handelt sich um ein zulässiges Handwerk laut Anlage A der Handwerksordnung (HwO). Nur dann erhält der Dachdecker einen Gewerbeschein und kann der Handwerkskammer beitreten. Es gibt Ausnahmeregelungen. Wenn beispielsweise die Altgesellenregel greift oder der Betriebsleiter einen Meisterbrief besitzt, kann die Gründung trotzdem erfolgen. Auch die Anmeldung der Dachdeckerei als Reisegewerbe bietet dafür eine Möglichkeit.

Nach einer dreijährigen Berufsausbildung mit bestandener Gesellenprüfung wird der Beruf des Dachdeckers erlernt. Ein Geselle hat gewöhnlich nur die Möglichkeit, als Arbeitnehmer in einer Dachdeckerfirma zu arbeiten. Direkt nach seiner Gesellenprüfung ist es möglich, eine Meisterprüfung zu absolvieren. In der Regel wird aber ein Lehrgang zwischen einem und zwei Jahren besucht. Dies ist auch in Teilzeit möglich. Die Meisterprüfung erfolgt in vier Teilen. Diese umfassen eine praktische Prüfung der handwerklichen Fähigkeiten, Fachtheorie, betriebswirtschaftliche, kaufmännische und rechtliche Check-up sowie einer Abnahme der berufspädagogischen und arbeitspädagogischen Fähigkeiten.

Für die Existenzgründung einer Dachdeckerfirma sind einige Besonderheiten zu beachten. Ein bestimmtes Startkapital ist notwendig. Fahrzeuge, Handwerksmaterialien und gute Werkzeuge gehören zur Grundausstattung. Im besten Fall steht ein Kran bereit. Technische Ausstattung und gerade größere Maschinen stehen zum Ausleihen bei Baustoffhändlern zur Verfügung. Für die Ausführung von Reparaturleistungen reicht ein Solounternehmen. Je mehr Mitarbeiter im Betrieb arbeiten, umso größere Bauprojekte können durchgeführt werden.

Eine Dachdeckerfirma kann sich auf bestimmte Bereiche spezialisieren. So gehört an der Küste das Decken von Reetdächern und im Gebirge das Erstellen eines Schieferdaches zum Aufgabenspektrum. Nicht nur regionale Unterschiede zeigen sich im Tätigkeitsbereich. Einige Firmen wie die Spenglerei & Dachdeckerei Mark Schrettl haben sich auf das Erstellen eines Flachdaches, andere auf die Errichtung von Steildächern spezialisiert. Ein Flachdach trägt diese Bezeichnung nicht nur deshalb, weil es einen geringen Neigungswinkel des Daches aufweist, sondern weil es „flach“ gedeckt wurde. Bei dieser Dachform besteht die Außenhaut der Dachschicht meist aus Bitumen oder Kunststoff und nicht aus Dachziegeln oder Dachbeton. Für dessen Verlegung ist eine spezielle Betriebsausstattung erforderlich.



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Dachdecken für Jedermann, einfach aber richtig Ihr wollt also euer Eigenheim selbst eindecken? Mit ein wenig handwerklichem Geschick und Schwindelfreiheit kann es ja direkt losgehen. Oder muss noch etwas beachtet werden? Denn Dachdecken ist mehr als nur Ziegel miteinander zu verbinden. Die wesentliche Frage lautet: Wie gestalte ich mein Dach sowohl regendicht als auch windsicher? Auch die Auswahl der Ziegel und eventuell erforderlicher Abdichtungen und Dämmungen ist zu klären. Das gilt im Übrigen sowohl für eine komplette Neueindeckung als auch für die Reparatur einzelner Stellen. Alles Fragen, die Antworten erfordern. Und davon habe ich genügend für euch. Ich lade euch ein, meine Erfahrungen mit mir zu teilen und davon zu profitieren.

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